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Hírmondó
XV. évf. 1. szám

A Wagner Társaság
Hírmondó című újságja évente négy alkalommal jelenik meg. Korábbi számait letöltheti oldalainkról ».


A honlap szerkesztője:
Vajai Balázs
e-mail címe:
vajaib@gmail.com


 

 Jahresbericht 2013 (pdf - click to download)

 

Richard-Wagner-Verband International

 


Jahresbericht 2009

25. Januar

Frauengestalten in Richard Wagners Werken
Vortrag des Musikästheten Mihály Meixner
Saisonbeginn, mit viel Musik
22. Februar Polgár László Kossuth-Preisträger Opersänger aus Zürich
als Gast in unserem Verband
Gesprächspartner: Katalin Kondor
01. März Richard Wagner: Tristan und Isolde - Opernfilm
Aufnahme der Mailander Scala 2007.
Regie: Patrice Chéreau, Dirigent: Daniel Barenboim,
Dasteller: Ian Storey, Waltraud Meier, Matti Salminen
22. März Sterne des Ybl - Palastes
Reise in der Vergangenheit unseres Opernhauses mit Musik
Zsolt Hajtó-s Vortrag mit CD-s und Film
28-30. März Gemeinsame kulturelle Reise nach Graz - R.Strauss:Rosenkavalier
Dirigent:J.Fritzsch, Dasteller:A.Petersen,W.Bankl, S.Houtzel
19. April Jubiläumkonzert der Opersängerin Eszter Sümegi
Gelegentlich ihrer 15 jährigen Mitgliedschaft im Opernhaus
mit eingeladenen Gästen J.Bándi,F.Valter,G.Köteles
Gödöllo- Königliches Schloss
26. April Generalversammlung-Konzertmässiger Film
des I. Aufzugs der Walküre
. Dirigent: Hans Knappertsbusch
14-23. April Gemeinsame kulturelle Reise nach Florenz- Rom,- Ravenna
In Rom: Leoncavallo: Pagliacci,
Regie: Zefirelli,Dirigent: G.Gelmeti
Darsteller:S.Branchini,R.Zulian,S.Zanon
17. Mai Maifest und Madame Butterfly Opernfilm
Regie: J.P.Ponnelle, Dirigent: H.von Karajan
Hauptrollen: M.Freni, P.Domingo, C.Ludwig
11-26. Juni Teilnahme an den Budapester Wagner Tagen
R.Wagner: Der Ring des Nibelungen, Parsifal
20-28. August Teilnahme an den Bayreuther Festspielen
27. September Mozart: Don Giovanni- Opernfilm- Zürich 2001
Regie:J.Flimm,Dirigent: N.Harnoncourt
Hauptrollen: R.Gilfry, L.Polgár, M.Salminen, C.Bartoli, R.Sacca
18. Oktober „Oktober Musikfest” zum 125 jährigen Jubileum
unseres Opernhauses

Mitwirkende Künstler: B.Wiedemann,T.Szabóki,G.Bretz,
A.Hábetler, beim Flügel: E.Virág
08. November Arrigo Boito: Mefistofele, Opernfilm, San Francisco 1989
Regie: Robert Carsen, Dirigent:Maurizio Arena
Hauptrollen: S.Ramey,D.O’Neill, G.Benackova
In der Pause: Aussergewöhnliche Generalversammlung
25.Nov.-01.Dez kulturelle Reise nach Berlin
Deutsche Oper: R.Wagner: Tristan und Isolde

Regie:Götz Friedrich, Dirigent: P.Steinberg
Hauptrollen: E.Herlitzius, I.Storey, R.Holl, P.Lang
29. November Marschner: Der Vampir, Opernfilm
Gemeinsame Veranstaltung des R.Wagner Verbandes und
des Belcanto Vereins im KOGART-HAUS

Regie: Zoltán Balázs
13. December Jugendkonzert zum Erlangen des Bayreuther Stipendiums
Gewinner: Szilvia Dobrotka, Máté Fülöp

 


 

UNGARN
H-1061 Budapest, Dalszínház utca 10.
Tel: +36 (1) 467.06.11
e-mail: info@wagnertarsasag.hu
Internet: www.wagnertarsasag.hu

Präsident: Herr András BAJAI
Vorsitzende: Frau Krisztina HUDOMEL

Als ersten auf der Welt wurde der ungarische Richard Wagner Verband im Jahre 1872 von Ödön Mihalovich, Graf Albert Apponyi und dem Dirigenten János Richter gegründet. Sein Ziel war damals ausser der Bekanntmachung von Wagners Werken , das Zustandekommen des Bayreuther Festspielhauses durch die Emission von Bauscheinen. Im weiteren betrachtete der Verband selbststrendend die Verbreitung der Wagnerschen Musikkultur, deren Vertiefung und Pflege.

Der in 1990 neuerweckte Verband dient den Musikfreunden mit Filmprojizierungen, Opern, musikdramatischen Analysierungen, philosophischen, musikwissentschaftlichen Vorträgen , Klubnachmittagen, mit der Besichtigung der Bayreuther Vorstellungen, Autobusausflügen, Konzerten, Kammermusik, Liederabenden, Konzerten für junge Stipendiaten, mit der Präsentierung von Wagners Zeitgenossen, sowie mit der vierteljährlich erscheidenden Zeitschrift „Wagner Hirmondó” ( Wagner Kurier ).

Der Verband organisiert seine Veranstaltungen 3 bis 4 wöchentlich von September bis Mitte Juni. Die Programmzettel kann man im Opernhaus, im Erkel Theater vorfinden, und auch das Radio und diePresse berichten darüber. Ausserdem kann man sich beim Sitz des Verbandes schriftlich, telefonisch oder per Fax erkundigen.
 

Der ungarische Richard Wagner Verband steht für jeden offen, es können daher auch ausländische Staatsbürger Mitglieder sein.
Die Mitgliedschaft kommt nach Ausfüllung und Unterschrift des Meldezettels, sowie durch Einzahlung der Mitgliedsgebühr zustande. Jahresgebühr: Ft 3.000 für das Jahr 2008

Die Mitglieder erhalten einen mit Namen versehenen Ausweis. Der Besuch der Veranstaltungen für Studenten ist kostenfrei, auch für sie stellen wir einen Ausweis aus.

 


Inhaltsverzeichnis unserer Website:

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Einführung

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Programme

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Nachrichten, Aktualitäten

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Vorsitz

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Mitgliedschaft

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Statut

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Ausblick (empfohlene Titel, Website, Programme)

Archivum

 

Archiv

ezen belül

 

innerhalb dessen

korábbi rendezvényeink

 

frühere Veranstaltungen

a Hírmondó ujság

 

frühere Nummern unserer Zeitschrift "Hírmondó")
(facsimile)

diszkográfia

 

Diskographie

cikkek, tanulmányok

 

Artikel, Abhandlungen, Dokumente

egyéb dokumentumok

 

Sonstige Dokumente (Fotos, Schriften)

Fórum

 

Forum (Bemerkungen, Beiträge, Fragen der
Mitgliedschaft)

 

Gründungsjahr: 1872

Der ungarische Wagner Verein wurde als erster auf der Welt im Jahre 1872 von Ödön Mihalovics, Graf Albert Apponyi und dem Dirigenten Hans Richter gegründet. Sein Ziel war damals, ausser der Popularisierung der Wagnerschen Musik, mit der Ausgabe von Bauschenen die Förderung des Zustandekommens der Bayreuther Festspiele. Später bedeutete selbstredend das Ziel der Richard Wagner Gesellschaft die Bekanntmachung, Vertiefung und Pflege der Wagnerschen Musikkultur, was auch für die Gegenwart gilt.

 

Richard Wagners musikhistorische Bedeutung

Über Richard Wagners musikhistorische Bedeutung sowie über seine Kunst sind Tausende von Bänden und Abhandlungen verfasst worden. Eine ansehnliche Anzahl seiner Tadler und Schwärmer standen und stehen vor seinem mächtigen Lebenswerk bis zum heutigen Tag einander gegenüber. Das bezeuigt auch, welch grosse Wirkung sein WERK - so, mit lauter grossen Lettern - in der damaligen und heutigen Gesellschaft ausübt. Wagners Bedeutsamkeit soll nicht bloss in musikalischer Beziehung geprüft werden. Seine bühnendichterische Tätigkeit - hinsichtlich dessen, dass er die Libretti seiner Opern selber geschrieben hat - ist ebenfalls alleinstehend. Durch seine vertönten Dramen hat er die Kunstart der Oper erneut und reformiert. Statt der unterhaltsamen, ergötzenden Oper brachte Wagner im Geiste der griechischen Dramen eine ethische und kathartische, Läterung bringende Kunstart zustande.
Die Opern vor seiner Zeit wurden meistens aus literarisch, dramatisch anspruchslosen Texten komponiert. Hier war die Musik die allein wichtige. Für Wagner dagegen ist der dramatische Text, d.h. die Handlung und die die psychologische Wirkung auslösende Musik, einander ergänzend, von entscheidender Wichtigkeit.
Dieses neuartige Operndrama erforderte jedoch die Ausweitung der musikalischen Mittel in ungeheurem Masse. Wagner schuf mit dem bis zum äussersten Straffen der Harmoniewelt die bisher nie gekannte Ausdrucksweise der bühnischen und dramatischen Handlung. Bei ihm dient der Text der Musik, und die Musik der dramatischen Handlung. Die beiden grundlegenden Urprinzipien sind in seiner Musik gleichrangig gegenwärtig. Doch hier ist von noch viel mehr die Rede, da die von ihm entfaltete Leitmotivtechnik ermöglicht die musikalische Darstellung der unausgesprochenen Handlungen, Hintergründe, Folgen, und sogar der verschwiegenenen Gedanken der Darsteller. Die Anwendung der Leitmotive wird dadurch eine der wichtigsten Träger des Dramas. Die Mannigfaltigkeit, Vielfarbigkeit der Leitmotivtechnik erreicht er mit phantasiereichem Variieren, Tonart-, Harmonie- und nicht zuletzt Orchestrierungs-Einfällen, in nie gehörter Fülle. Laut Wagner ist die blosse Harmonie und die Masse der Singstimmen nicht imstande die erdachten Gedanken des Dichters ertönen zu lassen, das ideale Drama kann einzig und allein mit Hilfe des Orchesters zustande gebracht werden. Das Orchester wird daher zum Hauptdarsteller. In seinem Orchester ertönte zum ersten Mal in der Musikgeschichte die Stimme der Elemente, der Natur, des Feuers, des Wassers, des Waldes, der Nacht. Das Sonnenlicht ebenso wie die von Freud später entdeckte Tiefe der menschlichen Seele, die Furcht, der Hass, die Ekstase, der Heldenmut, das Glück. Der fast erotische Pomp seiner Orchesterhandhbung diente als Beispiel für die Nachwelt: für Richard Strauss, Ravel, Stravinsky, Puccini, Bartók und viele andere. Seiner ausgeweiteten Harmoniewelt trachteten die Epigone zu folgen. Wagner schuf eine Schule, doch sein Werk kann nicht fortgesetzt werden. Er wählte den Gegenstand seiner Opern aus der Welt der Sagen und der Mythologie. Laut Thomas Mann: "Wagner ist für die Oper der Kenner und Entdecker der Mythologie, der Erlöser der Oper durch die Mythologie. Wir kennen niemanden, der seelisch derart empfänglich gewesen wäre für diese Bild- und Gedankenwelt, niemanden, der den Mythos herausbeschwört und zum neuen Leben erweckt hätte können. Wenn man seine Werke anhört, möchte man glauben, dass die Musik zu nichts anderem erschaffen worden ist, kann sich nichts anderes zum Ziel setzen, als dem Mythos zu dienen. Wagner beweist eine so instinktive Verwandtschaft mit ihm, und spricht seine Sprache in solchem Grade, was in der Kunst alleinstehend ist." Wir wissen, dass das Urgendenken, sogar die Urgeschichte der Menschheit der Myíthos ist. Mit der für alle Zeiten gültigen Wahrheit der Themen hat er in Shakespeareschem Masse gleichwie "der Natur einen Spiegel" vorgezeigt.
Im Ring, mit der Welt der Götter lautet sein Lebenswerk von den Menschen - von Gold, Macht, Verrat - und von einem der wichtigsten Gedanken: von der erlösenden Kraft der aufopfernden, reinen Liebe. Nach Furtwängler sind alle seine Werke Symbole, Gleichnisse. Deshalb ist es ein unverzeihliches Vergehen des heutigen Theaters, wenn es - der Tages-Aktualpolitik und anderen verschrobenen Regisseureinfällen freien Lauf lassend - Wagners, für jeden Menschen verständliche und aktuelle, tief ethische Musikdramen in diesem Sinn auf die Bühne stellen. Richard Strauss' Meinung nach ist die Tetralogie, der Ring der Nibelungen, die Krönung der Theaterentflatung der vergangenen zweitaudend Jahre.

Attila Boros

Liszt und Wagner

"Wagners Werk wird unser Jahrhundert als die monumentalste Offenbarung der zeitgenoössischen Kunst beherrschen, es schlägt einen zu Boden, ist wundervoll und erhaben!" "Sein Genius war für mich ein Lichtstrahl, dem ich folgte." So äusserte sich Franz Liszt (1811-1886) über seinen drei Jahre jüngeren Zeitgonessen, Richard Wagner. Im Zusammenhang mit ihm träumte er von einem so idealen Künstlerbund, wie es im Bewusstsein der Menschen über Goethe und Schiller lebte. Dies jedoch erwies sich alsbald als Utopie. In der Freundschaft der beiden war immer der legendär hilfsbereite Liszt der Spender. Wagner hingegen - "der Pumper-Genius", wie Thomas Mann ihn nannte - war der Prätendent und Annehmer.
Der unbekannte Rigaer Dirigent wurde im April 1840 in Paris, dem damals schon in ganz Europa gefeierten Liszt vorgestellt. Liszt hatte später Wagners Genialität als erster erkannt. Er stand ihm bei, als es Wagner am nötigsten war. Er nahm ihn - den nach dem 1849er Dresdner Aufstand steckbrieflich verfolgten Revolutionär - in sein Weimarer Heim auf. Liszt bewerkstelligte seine Flucht in die Schweiz, deckte die Kosten seiner Zürcher Ansiedlung. Da Wagner den Fuss auf deutsches Land nicht betreten durfte, hat Liszt 1849 im Weimarer Theater den Tannhäuser vorgeführt, und 1850 - nach sorgfältiger Vorbereitung - die Uraufführung des Lohengrin dirigiert. Er sandte seinem Freund regelmässig Geld in die Emigration, und popularisierte seine Werke als Dirigent, in Essays und vor allem durch sein zauberhaftes Klavierspiel. Seine Paraphrasen aus Wagners Werken liess er publizieren. Er hätte gerne den ganzen Ring der Nibelungen in Weimar vorgeführt, doch bis das gigantische Werk fertig war, hatte Liszt seine Dirigentenposition dort längst aufgegeben. Der ungarische Meister half seinem Freund auch mit praktischen Ratschlägen: so redete er ihn von jener absurden Idee ab (im Interesse einer raschen Einahme), seinen Tristan in Rio de Janeiro in italienischer Übersetzung vorführen zu lassen. Die Anerkennung war übrigens nicht gegenseitig: Wagner lobte vor der Öffentlichkeit immer nur Liszts unübertreffliche Vortragskunst - und jene Abhandlungen, in welchen er seine (Wagners) Werke lobpreiste. Als Komponisten, Apostel der "Zukunftsmusik" lernten, profitierten sie viel voneinander: in der, die aus wenig, jedoch zur Wandlung der Webart, der zur Gestaltung geeigneten Themen, in der, die traditionelle Tonalität sprengende, die zwölf kromatischen Töne gleichranging handhabenden Harmonisierung, und gleichfalls am Gebiete der neuartigen Orchestertechnik
Ihre persönliche Freundschaft war während Wagners Emigrationsjahren bzw. zurzeit seiner ersten Deutschlandreise - als Liszt sein Weimarer Heim liquidierte und Wagner ihn dort besuchte - am innigsten. In der Mitte der sechziger Jahre entstand ein nie mehr gutzumachender Bruch zwischen ihnen. Liszt nahm die zwischen Wagner und - damals bereits seinem einzigem Kind - Cosima entspannende Liebe sehr übel: Er setzte seinen ganzen Einfluss ein, um Cosimas und seines Lieblingsschülers, Hans von Bülows Ehe zu retten. Das löste wieder aus Wagner einen furchtbaren Zorn und Eifersucht aus. Als dann Cosima 1868 ihren Mann endgültig verliess, und zu Wagner in die Schweiz zog, sodann sich scheiden liess, Wagner heiratete, und zum evangelischen Glauben übertrat, brach der Kontakt für Jahre zwischen den Freunden bzw. zsichen Vater und Tochter ab. Zurzeit des französisch-preussischen Krieges vertiefte der politische Antagonismus die Zwietracht noch weiter. Sie versöhnten sich erst 1872.
Von da an bemühte sich Liszt mit aller Kraft Wagners Traum, das Bayreuther Theater, die dort zu veranstaltenden Wagner-Festivale zu verwirklichen. Er setzte seinen Ruhm, seine Verbindungen ein. Nicht nur er selber spendete dafür, er sammelte auch Gönner, agitierte, und - was damals als ein aussergewöhnliches Ereignis galt - er verpflichtete sich für Klavierkonzerte im Interesse des erhabenen Ziels. So kam es - zum zweiten Mal in ihrem Leben - zu einem gemeinsamen Konzert in Budapest, in der Redoute, am 10. März 1875.
In der letzten Epoche im Leben der beiden grossen Meister trafen sie sich häufiger. Liszt besuchte die Wagners regelmässig in Bayreuth, wohnte bei ihnen in Venedig. Wagners Verhältnis zu seinem Schwiegervater war in dieser Zeit äusserst ambivalent. Wenn er guter Laune war, fiel er ihm um den Hals und versicherte ihn von seiner Freundschaft und seinem Dank. Er überredete ihn, sein nomadisches Leben aufzugeben und zu ihnen zu ziehen. Aber wenn Liszt dann wirklich eine längere Zeit bei ihnen verweilte, machte er Cosima ständig Eifersuchtsszenen. Ihn störte des Schwiegervaters so sehr verschiedenes Wesen, und - nicht zuletzt - der bis dahin zum Abbé gewordene Katholizismus des ungarischen Meisters. Der grösste Unterschied zeigte sich jedoch darin, dass - während Franz Liszt der grösste Kenner und Bewunderer Wagners, seines ganzen Lebenswerkes und insbesondere des Parsifals war - stand Wagner völlig unverständlich vor Liszts aussergewöhnlich bedeutenden späten, in ihrer kühnen Modernität schon beinahe die Musik des nächsten Jahrhunderts hervorrufenden Kompositionen. Er erklärte sie, laut Cosimas Berichten, als Symptome der Senilität.
Wagners Tod erschütterte Liszt sehr tief: er gedachte seiner mit vier kleinen ergreifenden Klagestücken, dem vor ihm 3 Jahre früher verstorbenen Berufsgenossen. Das erste - die Trauergondel Nr. l - etwa die Tragödie ahnend, komponierte er noch zu Wagners Lebzeiten in Venedig bei ihnen in 1882. Die drei weiteren: Traudergondel Nr. 2, Richard Wagner Venezia und Bei Richard Wagners Grabe - sind schon nach Wagners Tod entstanden.

Klára Hamburger

 

Liszt-Wagner Gedenktafel an der Mauer der Budapester Redoute

Zum Andenken an die Freundschaft der beiden hervorragenden, im Charakter jedoch völlig verschiedenen Tondichter, brachte der Richard Wagner Verband 1999, zurzeit des Internationalen Wagner Kongresses, eine Marmortafel an der Mauer der Pester Redoute an.

In Bayreuth wurde 1876, zum Schluss der Festspiele, im Speisesaal des Festspielhauses ein grossartiger Empfang veranstaltet. Im Laufe dessen erhob sich Richard Wagner und drückte seine Ehrerbietung und seinen Dank Liszt gegenüber mit folgenden Worten aus:

"All das, was ich bin und was ich erreicht habe, verdanke ich einem einzigen Menschen, ohne ihn würde niemand eine einzige Note meiner Musik kennen, einem teuren Freund, der mich mit unvergleichbarer Hingabe und Opfermütigkeit erhoben hat, als ich aus ganz Deutschland verbannt wurde, und der mich als erster anerkannt hatte. Diesem teuren Freund gebührt die tiefste Ehre. Er ist mein erhabener Freund und Meister, Franz Liszt."

 


 Jahresbericht 2007

28. Januar „Bühnensterne unserer vergänglichen Welt”
Vortrag mit viel Musik von Mihály Meixner Musikästhet
Nilsson,Varnay, Windgassen, Hotter, Frick
25. Februar Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
DVD Film aus dem Covent Garden
18. März Generalversammlung
in der Pause Filmvorführung
15. April „Verschiedene Aspekte der Szenierung der Walküre”
Ástethischer Vortrag mit Filmpartien illustriert
Zoltán Rockenbauer Schriftsteller, Ethnolog
21. April „Überraschungkonzert” der Opersägerin Eszter Sümegi
In Prunksaal des Königlichen Palastes Gödöllő
29-30. April Wiener Staatsoper: Der fliegende Holländer
Opernausflug- Stadtbesichtigung, Albertina, Schönbrunn
20. Mai Beethoven und Liszt - Klavierkonzert
Am Flügel: Jenő Jandó Klavierkünstler
17. Juni Saint-Saens: Samson und Delila
Filmvorführung und Junialis
18-21. Juni I. Opernausflug nach Dresden
R.Wagner: Der fliegende Holländer in der Semper Oper
Stadtbesichtigung, Zwinger, Fremdenführung in der Oper etc.
19-22. Juni Rundfahrt in der Schweiz
Tribschen, Schaffhausen, Jungfrau, Luzern, Matterhorn
20-28. August Teilnahme an den Bayreuther Festspielen
23. September R.Wagner: Lohengrin
Filmvorführung (Éva Marton- Peter Hoffmann)
5-8. Oktober II. Opernausflug nach Dresden
R.Wagner: Lohengrin in der Semper Oper
Stadtbesichtigung, Zwinger, Frauenkirche etc.
28. Oktober Klavierkonzert - Werke von Bach und Chopin
Die Klavierkünstlerin: Laura Csík
25. November Klubkonzert- Hausmusik
Mitwirkende: Solisten des Ungarischen Staatlichen Opernhauses
9. Dezember Konzert jungen Künstler
der Bayreuther Wettbewerb für das Jahr 2008

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